Reportage · Advertorial · Lisa Hartmann

„Die OP war schon angesetzt – dann zeigte mir eine Ärztin, warum mein Fersensporn nie das Problem war“

Andreas Berger, 57, Kfz-Meister, stand kurz vor einer Fuß-Operation. Heute steht er wieder schmerzfrei in seiner Werkstatt – dank einer Sohle, die eine Münchner Ärztin aus dem Lebenswerk ihres verstorbenen Vaters entwickelt hat. Ein Gespräch über zwei Jahre Schmerz, einen folgenschweren Irrtum – und den Tag, an dem alles kippte.

Mein Name ist Lisa Hartmann, ich schreibe seit acht Jahren Reportagen über Menschen und ihre Geschichten. Die meisten sind klein und schnell wieder vergessen. Diese hier lässt mich bis heute nicht los – weil sie zeigt, wie vielen Menschen mit Fersenschmerz jahrelang am falschen Ende geholfen wird.

Diese hier begann an einem Dienstagabend, als ich durch meinen Feed scrollte. Unter einem vielgeteilten Video über Fersenschmerzen blieb ich an einem einzigen Kommentar hängen. Geschrieben von einem Mann aus München, Kfz-Meister, 57 Jahre alt – in ein paar Zeilen stand da, dass er gerade seine geplante Fuß-Operation abgesagt hatte. Zwei Jahre Schmerzen, schrieb er. Und am Ende sei es nicht einmal das gewesen, was alle ihm gesagt hatten.

Ich las den Kommentar zweimal. Dann noch ein drittes Mal. Als Reporterin kenne ich diesen Reflex: Da ist etwas, das ich verstehen will.

Der Kommentar, der alles ins Rollen brachte – Andreas Berger hatte ihn unter ein vielgeteiltes Video über Fersenschmerzen geschrieben, zwischen Dutzenden anderen Betroffenen.

Was mich festhielt, waren nicht die Klickzahlen des Videos, sondern die Antworten unter seinem Kommentar. „Wie hast du das geschafft?“, fragte einer. „Ich warte selbst auf so einen OP-Termin“, schrieb ein anderer. Da unterhielten sich Menschen, die denselben Weg kannten – und einer von ihnen war offenbar an einem Punkt angekommen, an dem es wieder bergauf ging.

Ich tat, was ich in solchen Momenten immer tue. Ich schrieb ihn an – über den Messenger, höflich, ohne große Erwartung. Journalisten bekommen auf solche Nachrichten oft gar keine Antwort.

Andreas Berger antwortete noch am selben Abend.

Seine erste Antwort kam ohne Umschweife – und sie sagte schon viel über den Mann, den ich wenige Tage später treffen sollte.

„Hm. Kenne Sie ja gar nicht. Aber wenn’s hilft, dass andere sich die OP sparen – meinetwegen.“ Etwas Zoegern war da, aber kein echtes Zurueckweichen. Wir machten einen Termin aus – und zwar nicht bei ihm in der Werkstatt, sondern in einer orthopädischen Praxis in München, bei der Ärztin, die ihn behandelt hatte. Dr. Petra Gilbert. Andreas bestand darauf, dass sie dabei ist. „Ohne die Frau“, schrieb er, „würde ich heute am Stock laufen.“

Ich buchte den Zug. Was ich damals noch nicht wusste: dass diese Geschichte nicht nur von einem Handwerker handeln würde, der sich eine Operation erspart hat – sondern auch von einer Ärztin, ihrem Vater und einer Idee, die in einer kleinen Werkstatt begann.

Die Praxis liegt in einem Altbau, zweiter Stock, hohe Decken, das Treppenhaus roch nach Bohnerwachs. Als ich ankam, hatte mein Kollege mit der Kamera schon im Behandlungszimmer aufgebaut – nichts Großes, eine Kamera, ein Stativ.

Im Wartezimmer saß er schon, zehn Minuten zu frueh, das Handy in der Hand. Andreas Berger, kräftige Statur, kurze graue Haare, ein Poloshirt mit dem verblichenen Logo seiner Werkstatt auf der Brust. Er stand auf, als er mich sah, und gab mir die Hand – ein fester Griff, bei dem man merkt, dass dieser Mann den ganzen Tag zupackt.

„Sie sind die Journalistin“, sagte er und musterte mich kurz. „Sieht ja fast so aus, als ob ich extra die saubere Hose angezogen hätte.“

Ich musste lächeln. Es war genau der trockene Ton, den ich aus seinen Nachrichten kannte.

Andreas Berger im Behandlungszimmer von Dr. Petra Gilbert – entspannt, in Arbeitskleidung, kurz bevor das Gespräch begann.

Dr. Petra Gilbert begrüßte mich freundlich, aber zurückhaltend. Eine schmale Frau Mitte fünfzig, Kittel, ruhige Stimme, der Blick einer Ärztin, die in ihrer Laufbahn viele Füße gesehen hat. Sie machte von Anfang an klar, dass dies nicht ihre Geschichte sei. „Erzählen soll Herr Berger“, sagte sie und trat einen Schritt zurück. „Ich bin nur dabei, falls Sie etwas Medizinisches genau wissen wollen.“

Wir gingen hinüber ins Behandlungszimmer. Andreas ließ sich auf den Stuhl sinken, streckte die Beine aus und sah mich abwartend an. Das Kamerateam stand bereit, die rote Aufnahme-Anzeige leuchtete. Ich schlug mein Notizbuch auf, drückte auf mein eigenes Aufnahmegerät und stellte ihm die erste Frage.

„Fangen wir vorne an, Herr Berger. Wann hat das mit den Schmerzen angefangen?“

Andreas Berger in seiner Werkstatt – acht, neun Stunden am Tag auf Beton, kniend, stehend, in die Hocke und wieder hoch. Genau dort begann sein Leidensweg.

„Vor zwei Jahren. Erst dachte ich, ich bin nur falsch aufgetreten“, sagt Andreas Berger und schiebt sich auf dem Stuhl zurecht. „So ein Ziehen in der Ferse, morgens. Dachte, geht weg. Geht ja sonst auch alles weg, wenn man lang genug wartet.“

Er wartete. Es ging nicht weg.

Ein Mann, der den Schmerz zwei Jahre lang weggebissen hat

Was machen Sie beruflich genau? Erzählen Sie mir von Ihrer Arbeit.

„Kfz-Meister. Eigene Werkstatt, seit über zwanzig Jahren. Zwei Leute angestellt, aber die Drecksarbeit mach ich immer noch selbst“, sagt er und betrachtet kurz seine Hände. „Das heißt: den ganzen Tag auf den Beinen. Auf Beton. Kein Teppich, kein Linoleum – blanker Betonboden. Ich steh, ich knie, ich geh in die Hocke, wieder hoch, unters Auto, wieder raus. Acht, neun Stunden. Manchmal mehr.“

Er macht eine kleine Pause. „Für so einen Boden ist ein Fuß eigentlich nicht gebaut. Das hab ich aber erst gelernt, als nichts mehr ging.“

Ich frage ihn, wie sich diese ersten Monate angefühlt hätten. Er überlegt nicht lange.

„Der schlimmste Moment war jeden Morgen. Die ersten Schritte aus dem Bett – als ob mir einer einen Nagel in die Ferse haut.“

Der erste Schritt am Morgen – für Millionen Menschen mit Plantarfasziitis der schlimmste Moment des Tages.

„Ich hab mir angewöhnt, mich erst mal an der Bettkante festzuhalten“, erzählt er. „Ein Fuß vorsichtig auf den Boden, abtasten, ob es geht. Dann der zweite. Die ersten zwanzig, dreißig Schritte bin ich gelaufen wie ein alter Mann. Und ich bin siebenundfünfzig, nicht achtzig.“

Nach einer Weile, sagt er, werde es im Laufe des Tages etwas besser – aber kaum saß er mal eine halbe Stunde, ging das Spiel von vorne los. Aufstehen, die ersten Schritte, der Stich. „Das Fiese ist“, sagt er, „es kommt immer dann, wenn man gerade gedacht hat, jetzt ist Ruhe.“

Und Sie sind trotzdem jeden Tag arbeiten gegangen?

„Was soll ich machen? Die Werkstatt läuft ja nicht von allein“, sagt er trocken. „Ich bin der Typ, der sich durchbeißt. Mein Vater war so, mein Opa war so. Man steht auf, man geht arbeiten, fertig. Aber irgendwann beißt du dich nicht mehr durch. Irgendwann frisst es dich auf.“

Er fing an, früher aufzustehen, nur um den Fuß vor dem ersten Kundentermin „in Gang zu bringen“. Er humpelte durch die Werkstatt, stützte sich an Werkbänken ab, lehnte sich an, wo es ging. Abends, zu Hause, war er zu nichts mehr zu gebrauchen. „Meine Frau hat irgendwann gefragt, ob wir nicht mal wieder was zusammen machen wollen. Spazieren, was weiß ich. Und ich hab nur gedacht: spazieren? Ich bin froh, wenn ich vom Sofa zur Küche komme.“

Was dann folgte, beschreibt Andreas selbst als eine Kette von Hoffnungen, die alle gerissen sind. Ich bat ihn, sie mir der Reihe nach zu erzählen.

„Zuerst denkst du ja, das kriegst du selber hin“, sagt er. „Also ab in die Drogerie, so Gel-Einlagen für ein paar Euro. Weich, blau, sahen gut aus. Drei Tage dachte ich, vielleicht hilft’s. Dann war alles wie vorher.“

Der nächste Schritt: ein Spezialist für Einlagen. „Da hab ich dreihundert Euro hingelegt. Für eine Maßanfertigung, extra für meinen Fuß gegossen, mit Abdruck und allem. Dreihundert Euro. Und weiß du was? Auch nichts. Die lagen am Ende in der Schublade.“

Zwei Jahre, Hunderte Euro: Gel-Einlagen, Maßanfertigung, Cortison, neue Arbeitsschuhe – und am Ende lag alles in der Schublade.

Dann kam die Cortison-Spritze. Andreas wird an dieser Stelle kurz ernster. „Die hat tatsächlich was gebracht. Eine, zwei Wochen war fast Ruhe. Ich dachte schon, jetzt hab ich’s. Und dann kam es zurück. Genauso schlimm wie vorher, vielleicht schlimmer. Da hab ich zum ersten Mal richtig die Faust in der Tasche gemacht.“

Zuletzt die Arbeitsschuhe. Teure, neue, von einer Marke, die ihm der Verkäufer als das Beste für Leute auf den Beinen verkauft hatte. „Hundertachtzig Euro. Hab ich gekauft, weil ich an dem Punkt alles gekauft hätte. Ich hätte dir auch goldene Schuhe abgekauft, wenn einer gesagt hätte, das hilft.“

Jedes Mal, sagt er, dasselbe Muster: ein Funke Hoffnung beim Kaufen, ein paar Tage Einbildung, dass es besser wird – und dann die Ernüchterung. „Du gibst Geld aus, du wartest, du hoffst. Und am Ende stehst du genau da, wo du angefangen hast. Nur ärmer und ein bisschen mürber.“

Dr. Petra Gilbert saß währenddessen ruhig auf ihrem Stuhl, ein Stück abseits, die Hände im Schoß. Sie hörte zu, ohne zu unterbrechen, und nickte nur ab und zu. Einmal, als Andreas von der Cortison-Spritze sprach, sah ich, wie sie kurz die Lippen zusammenzog – als hätte sie diese Geschichte schon hundertmal gehört und wüsste genau, was gleich kommen würde. Sie sagte nichts. Ihr Moment, das spürte ich, würde später kommen.

Gel, Cortison, dreihundert Euro – und am Ende ein OP-Termin

Wann wurde aus dem Schmerz eine Operation, Herr Berger?

„Irgendwann saß ich beim Orthopäden, und der hat sich das Röntgenbild angeschaut und gesagt: Fersensporn. So ein kleiner Dorn am Knochen. Und dann meinte er, da könne man eigentlich nur noch operieren. Faszie aufschneiden, Sporn weg, das übliche Programm.“

Er hielt inne. „Da saß ich dann. Siebenundfünfzig, eigene Werkstatt, und mir sagt einer, sie müssen mir den Fuß aufschneiden.“

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DER OP-BRIEF (NEU)
PROBLEM alt: lesbarer KI-Unsinn („Klinikum der Donald-Duck-Universität“, Patient „Georg Habermehl geb. 1930“, Diagnose Oberschenkelfraktur + Herzinsuffizienz statt Fersensporn, Fantasiestraße). NEU: OP-Terminschreiben auf dem Küchentisch, aber Text bewusst UNSCHARF/angeschnitten/teilverdeckt (KI erzeugt sonst lesbaren Unsinn). Nur grob erkennbar: Briefkopf einer orthopädischen Praxis + Stichwort „Faszienspaltung / Fersensporn“, KEIN vollständig lesbarer Klartext, KEIN Patientenname/Klinikname. Daneben Andreas’ abgearbeitete Hände + Kaffeetasse, ernster Moment.
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Der OP-Termin lag schwarz auf weiß auf dem Küchentisch – eine orthopädische Praxis in Schwabing, Diagnose Fersensporn, empfohlen: operative Faszienspaltung. Für Andreas der Tiefpunkt von zwei Jahren.

Der Brief kam ein paar Tage später. Andreas beschreibt den Moment genau, als hätte er sich jedes Detail gemerkt. „Der lag auf dem Küchentisch. OP-Termin, schwarz auf weiß. Operative Faszienspaltung stand da. Ich hab den Kaffee daneben gestellt und den Brief eine halbe Stunde nur angeguckt.“

Seine Frau, erzählt er, habe ihm Mut zugesprochen. Aber er selbst sei an dem Abend an einen Punkt gekommen, den er vorher nicht gekannt habe. „Ich bin kein ängstlicher Mensch. Aber eine OP am Fuß, mit allem, was schiefgehen kann – und keiner garantiert dir, dass es danach besser ist. Manche, hab ich gelesen, haben hinterher mehr Probleme als vorher.“

Ich fragte ihn, ob er an dem Punkt noch Hoffnung gehabt habe. Er schwieg einen Moment.

„Ehrlich? Nein. Ich hatte aufgegeben. Ich hab den Termin unterschrieben und gedacht: dann eben Messer. Schlimmer als jetzt kann’s eh nicht werden.“

Es war kurz still, nachdem er das gesagt hatte. Ein Mann, der sich zwei Jahre lang durchgebissen hatte, saß vor mir und gab zu, dass er am Ende gewesen war. Dann, sagte er, sei ein Name ins Spiel gekommen, den er bis dahin nie gehört hatte.

„Und dann“, sagt er und nickt zu der Ärztin neben ihm, „kam sie.“

Dr. Petra Gilbert am Fuß ihres Patienten – sie zeigt mit dem Daumen genau auf den Punkt, der zwei Jahre lang falsch behandelt wurde.

Ich fragte nach, wie dieser erste Kontakt zustande kam. Es war, erzählte Andreas, kein großer Plan gewesen. Ein Kollege aus seinem Handball-Verein hatte einen Schwager, der bei Dr. Gilbert gewesen war – mit etwas ganz anderem, aber zufrieden. „Ich wollte eigentlich nur eine zweite Meinung, bevor ich mich unters Messer lege“, sagt er. „Man lässt sich ja auch beim Auto nicht von einem einzigen Gutachter sagen, dass der Motor hin ist.“

Also machte er, kurz bevor der OP-Termin anstand, noch einen Termin bei Dr. Gilbert aus – ein letzter Blick von außen, bevor das Skalpell kommt. Von seiner Werkstatt in Schwabing bis in ihre Praxis war es keine halbe Stunde. „Im Nachhinein“, sagt er trocken, „die wichtigste halbe Stunde der letzten zwei Jahre. Da sitzt du und rechnest mit dem Schlimmsten – und die Frau erklärt dir in zehn Minuten, was vorher keiner kapiert hat.“

Ich wandte mich an Dr. Gilbert. Sie hatte bis dahin still danebengesessen, die Hände im Schoß, und Andreas reden lassen. Jetzt sah sie mich an und wartete auf meine Frage.

Warum der Fersensporn nie das eigentliche Problem war

Frau Dr. Gilbert, ein Fersensporn – das klingt doch eindeutig. Warum operieren Sie nicht einfach?

„Weil der Fersensporn fast nie das Problem ist“, antwortet sie leise. Sie sagt es ohne jede Dramatik, so wie man eine Selbstverständlichkeit ausspricht, die nur leider kaum jemand hört. „Auf dem Röntgenbild sieht man diesen kleinen Knochenfortsatz, und alle zeigen darauf. Aber es gibt unzählige Menschen, die einen Fersensporn haben und nie Schmerzen. Und es gibt Menschen mit höllischen Schmerzen, bei denen gar kein Sporn zu sehen ist.“

„Der Sporn ist nicht die Ursache. Er ist höchstens die Folge. Das Problem sitzt woanders.“

Sie bat Andreas, den Schuh und die Socke auszuziehen, und nahm seinen Fuß in beide Hände – ruhig, selbstverständlich, wie es nur jemand tut, der das tausendfach gemacht hat. Mit dem Daumen tastete sie sich an der Innenseite der Ferse entlang, bis zu einem Punkt, an dem Andreas kurz zusammenzuckte.

„Da“, sagte sie, ohne aufzusehen. „Genau da. Das ist der Ansatz der Plantarfaszie – ein breites, festes Sehnenband, das unter der gesamten Fußsohle gespannt ist, von der Ferse bis zu den Zehen. Es hält das Längsgewölbe Ihres Fußes. Und genau hier, am Fersenansatz, ist es entzündet.“

Am Modell wird es deutlich: Nicht der kleine Knochensporn schmerzt, sondern der Sehnenansatz daneben – der Punkt, den fast jede Behandlung übersieht.

Ich bat sie, mir – und allen, die diese Geschichte später lesen würden – zu erklären, warum gerade der erste Schritt am Morgen so weh tut. Andreas hatte es vorhin beschrieben: dieser Moment, in dem man aus dem Bett steigt und glaubt, in eine Scherbe zu treten.

„Das ist das typischste Zeichen überhaupt“, sagt sie und wird jetzt ein wenig lebhafter, weil es ihr Fachgebiet ist. „Stellen Sie sich diese kleinen Risse in der Sehne vor – Mikrorisse, winzig. über Nacht, wenn der Fuß ruht und entspannt liegt, beginnt der Körper, sie zu reparieren. Er zieht das Gewebe wieder zusammen, verklebt die Risse. Und dann“ – sie macht eine kleine Pause – „machen Sie morgens den ersten Schritt, das volle Körpergewicht kommt auf die noch verkürzte, frisch verklebte Sehne, und alles reißt wieder auf.“

„Jeden Morgen heißt es: einen Schritt vor, zwei zurück. Die Wunde verheilt nachts ein Stück und reißt früh wieder ein. So wird man nie fertig.“

Andreas nickte langsam. „Das“, sagte er, „hätte mir mal vorher einer so erklären können. Zwei Jahre lang dachte ich, ich hätt’ was falsch gemacht.“

Genau an diesem Punkt wollte ich wissen, warum dann all das, was er vorher probiert hatte, nicht funktioniert hatte. Die Gel-Einlagen aus der Drogerie. Die teure Maßeinlage für dreihundert Euro. Die neuen Arbeitsschuhe. Alles Dinge, die polstern, die dämpfen – und trotzdem half nichts.

Wenn das alles weiche, gepolsterte Dinge waren – warum hat ihn das nicht entlastet?

„Weil Polstern und Entlasten zwei völlig verschiedene Dinge sind“, antwortet Dr. Gilbert. „Ein weiches Kissen unter der Ferse fühlt sich im ersten Moment gut an. Aber es dämpft nur den Aufprall – es nimmt die Spannung nicht von der Sehne. Der Fuß sackt sogar oft noch tiefer ins Weiche, das Gewölbe gibt nach, und der Zug auf den entzündeten Ansatz bleibt genau gleich. Manchmal wird er dadurch sogar größer.“

„Weiches Polster behandelt das Gefühl. Es behandelt nicht die Ursache. Deshalb musste alles, was Herr Berger probiert hat, scheitern.“

Es war einer dieser Momente, in denen ein Satz im Raum hängen bleibt. Andreas sah auf seine Füße, dann auf mich. „Dreihundert Euro“, sagte er nur. „Für eine Einlage, die das Problem schlimmer gemacht hat.“

Ich fragte Dr. Gilbert, was denn dann stattdessen passieren müsse. Wenn Polstern nicht reicht – was reicht dann?

„Drei Dinge“, sagt sie, „und zwar gleichzeitig. Das ist der entscheidende Punkt. Es reicht nicht, eines davon zu tun.“ Sie zählte sie an den Fingern ab, ruhig, der Reihe nach.

  • Der Druck muss runter. Die Ferse muss tief und stabil gefasst werden, damit das Körpergewicht nicht mehr punktuell auf den entzündeten Ansatz knallt, sondern verteilt wird.
  • Das Gewölbe muss gestützt werden. Solange das Längsgewölbe absackt, bleibt die Sehne unter Dauerzug. Erst wenn es von unten gehalten wird, lässt die Spannung am Fersenansatz nach.
  • Die Durchblutung muss rein. Entzündetes Gewebe heilt nur, wenn Blut hineinkommt. Bewegung und sanfte Reize an der richtigen Stelle bringen die Durchblutung dorthin, wo sie gebraucht wird.

„Machen Sie nur eines davon“, fügte sie hinzu, „passiert wenig. Erst wenn alle drei zusammenkommen, hat die Sehne die Chance, endlich durchzuheilen – ohne dass sie morgens wieder aufreißt.“

Drei Aufgaben, drei Zonen: tiefe Fersenschale mit Gewölbestütze, biomechanische Massage-Noppen und eine Memoryfoam-Wabenstruktur – aufeinander abgestimmt, nicht einfach nur weich.

Und genau hier, sagte Dr. Gilbert, liege der Unterschied zu allem, was Andreas vorher in den Schuhen gehabt hatte. Sie stand auf, ging zu einem kleinen Schrank und holte eine Sohle heraus. Schlicht, unspektakulär, auf den ersten Blick wie viele andere. Erst wenn man sie umdrehte, sah man, dass sie nicht einfach flach und weich war, sondern aufgebaut: eine tiefe Schale hinten, eine deutliche Stütze längs, feine Noppen, eine wabenartige Struktur.

„Das ist keine Einlage, die nur polstert“, sagt sie. „Sie macht alle drei Dinge auf einmal. Die tiefe Fersenschale und die Gewölbestütze nehmen den Druck und halten das Gewölbe. Die Massage-Noppen arbeiten bei jedem Schritt sanft an der Durchblutung. Und die Wabenstruktur aus Memoryfoam trägt, ohne dass der Fuß im Weichen versinkt.“

Ich sah, dass sie die Sohle einen Moment länger in der Hand hielt, als es für eine reine Erklärung nötig gewesen wäre. Etwas an ihrem Gesicht veränderte sich – nicht viel, aber ich bemerkte es.

Die Sohle, die ein verstorbener Erfinder hinterließ

Sie halten die da gerade fast vorsichtig in der Hand. Steckt mehr dahinter?

Sie lächelte kurz, ein wenig überrascht, ertappt fast. „Das fällt auf, ja.“ Sie drehte die Sohle noch einmal um. „Dieses Prinzip – nicht polstern, sondern entlasten, alle drei Dinge zugleich – das habe nicht ich erfunden. Das stammt von meinem Vater. Er war Orthopäde wie ich, und er hat die ersten dieser Sohlen mit eigenen Händen gebaut.“

Der erste Prototyp – handgefertigt, abgegriffen, Jahre älter als das heutige Modell. In diesem Stück Schaumstoff begann alles.

Einen Moment lang war es still im Raum. Auch das Kamerateam rührte sich nicht. Ich spürte, dass wir gerade an den Rand von etwas gekommen waren, das größer war als eine Sohle – und dass jetzt vielleicht noch nicht der Augenblick war, es ganz aufzumachen.

„Das“, sagte Dr. Gilbert leise und legte die Sohle vor sich auf den Tisch, „ist allerdings eine längere Geschichte. Eine, die ich nicht oft erzähle.“ Sie sah Andreas an. „Was zählt, ist erst einmal, was damit bei Ihnen passiert ist.“

Andreas lehnte sich zurück, verschränkte die Arme und sah mich an. „Tja“, sagte er. „Dann erzähl ich Ihnen mal, was passiert ist, als ich das Ding zum ersten Mal in meine Arbeitsschuhe gelegt hab.“

„Ehrlich? Ich hab gedacht, das ist wieder so’n Ding, das nix bringt“, sagt Andreas Berger trocken. „Ich hatte ja inzwischen ein halbes Schuhgeschäft zu Hause. Einlagen, Gel, das teure Zeug vom Orthopäden – alles lag in der Schublade. Und dann kommt die Frau Doktor mit so einer Sohle und sagt, ich soll’s einfach mal tragen. Ich dachte nur: na klar, kennen wir.“

Er sagt das ohne Spott. Eher wie jemand, der zu oft enttäuscht wurde, um noch zu hoffen.

Und dann?

„Dann hab ich sie reingelegt, in meinen normalen Arbeitsschuh, und bin morgens in die Werkstatt. Wie immer.“ Er zuckt mit den Schultern. „Die ersten Tage – ehrlich gesagt nichts Spektakuläres. Ein bisschen anders unterm Fuß, fester irgendwie. Aber ich hab nicht gedacht, dass das was wird.“

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SOHLE WANDERT IN DEN ARBEITSSCHUH (NEU)
PROBLEM alt: Hintergrund war eine Holzwerkstatt (Sägespäne/Schraubzwingen). NEU: identische Nahaufnahme, aber Hintergrund = dieselbe KFZ-/Auto-Werkstatt wie in den anderen Werkstatt-Bildern (Hebebühne, aufgebocktes Auto, Werkzeugwand, Reifen, Betonboden), unscharf. Andreas’ abgearbeitete Hände legen die orange stepz-Entlastungssohle in einen robusten schwarzen Arbeits-/Sicherheitsschuh.
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Kein großes Brimborium – die Sohle wandert einfach in den Arbeitsschuh, der ohnehin jeden Tag getragen wird.

Ich hakte nach, weil mich genau dieser Punkt interessierte. Kein Wundermittel über Nacht, kein Moment, in dem plötzlich alles anders war.

Der Tag, an dem Andreas Berger die Operation absagte

Wann haben Sie gemerkt, dass sich wirklich etwas verändert?

Er überlegt einen Moment, kratzt sich am Kinn.

„Das war so nach zwei, drei Wochen. Ich bin morgens aufgestanden – und dieser erste Schritt aus dem Bett, dieser Schritt, vor dem ich mich jeden Morgen gefürchtet hab, weil’s sich angefühlt hat, als ob mir einer einen Nagel in die Ferse haut – der war einfach… leiser. Nicht weg. Aber leiser.“

„Und ein paar Tage später stand ich auf und hab gewartet, dass es wehtut. Und es kam nicht. Da bin ich erst mal sitzen geblieben auf der Bettkante. Weil ich’s nicht glauben konnte.“

Andreas Berger ist kein Mann, der große Worte macht – aber in diesem Satz lag zwei Jahre Erschöpfung.

„Verstehen Sie“, sagt er und sieht mich direkt an, „ich hab nicht damit gerechnet, dass überhaupt noch was hilft. Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass ich irgendwann nicht mehr in der Werkstatt stehen kann. Mit 57. Und dann macht’s eine Sohle. Keine OP, keine Spritze. Eine Sohle.“

Was war mit dem OP-Termin?

„Den hab ich abgesagt“, sagt er, und zum ersten Mal an diesem Nachmittag hört man so etwas wie Stolz in seiner Stimme. „Hab in der Klinik angerufen und gesagt, sie können den Termin streichen. Die Dame am Telefon war fast ein bisschen irritiert. Aber ich hab gedacht: Wozu mir jemand in die Ferse schneidet, wenn ich morgens wieder normal aufstehen kann?“

Heute steht Andreas Berger wieder den ganzen Tag in seiner Werkstatt – auf Beton, ohne den Schmerz, der ihn zwei Jahre lang begleitet hat.

„Heute“, sagt er, „steh ich wieder den ganzen Tag auf dem Beton. Acht, neun Stunden. Abends tun die Füße weh – klar, ich bin keine zwanzig mehr, das bleibt auch so. Aber dieser brennende, stechende Schmerz von frueher, der ist weg. Daran denk ich kaum noch.“

Ich wandte mich zu Dr. Gilbert, die die ganze Zeit ruhig auf ihrem Hocker an der Seite gesessen hatte. Sie hatte Andreas reden lassen, fast ohne ein Wort. Jetzt war der Moment gekommen, den ich seit Beginn des Gesprächs im Hinterkopf hatte – die Frage, die in seinen Nachrichten schon angeklungen war.

Frau Dr. Gilbert, Herr Berger sagt, ohne diese Sohle würde er heute am Stock laufen. Woher kommt sie? Wer hat sie entwickelt?

Sie lächelte kurz, ein wenig zurückhaltend, und sah einen Moment auf ihre Hände.

„Mein Vater“, sagte sie leise. „Professor Hans Gilbert. Er war Orthopäde, wie ich. Eigentlich… er war der Grund, warum ich überhaupt Medizin studiert habe.“

Sie machte eine kleine Pause, und ich spürte, dass wir uns einem Punkt näherten, der ihr nicht leichtfiel.

„Er hat sein ganzes Berufsleben mit Füßen verbracht. Und es hat ihn umgetrieben, dass wir Menschen wie Herrn Berger so oft nur zwei Dinge anbieten konnten: weiter Schmerzmittel – oder operieren. Er war überzeugt, dass es einen Weg dazwischen geben muss. Etwas, das die Ursache angeht, nicht nur die Symptome.“

„Er hat jahrelang daran gearbeitet. In seiner kleinen Werkstatt zu Hause, abends, am Wochenende. Hat Materialien getestet, Abdrücke gemacht, wieder verworfen. Drei Zonen mussten zusammenkommen, hat er immer gesagt – der Druck runter von der Ferse, das Gewölbe gestützt, die Durchblutung angeregt. Erst wenn das zusammenspielt, kann die Faszie wirklich heilen.“

Dr. Petra Gilbert mit dem Foto und dem alten Notizbuch ihres Vaters – den handschriftlichen Skizzen, aus denen die stepz Entlastungssohle entstand.

Sie griff nach einem schmalen, ledergebundenen Notizbuch, das auf dem Tisch neben ihr lag, und blätterte es nicht auf – sie hielt es nur fest, als wäre es etwas Zerbrechliches.

„Ihm ging es nie ums Geschäft“, sagte sie. „Das muss man verstehen. Er hätte nie…“

Sie stockte. Ihre Stimme, die das ganze Gespräch über so ruhig und gefasst gewesen war, wurde auf einmal dünn. Sie sah kurz zur Seite, zum Fenster, und atmete einmal bewusst aus. Im Raum rührte sich niemand. Ich ließ ihr die Zeit.

„Entschuldigen Sie“, sagte sie nach einem Moment, und ein vorsichtiges Lächeln kehrte zurück. „Er ist 2021 gestorben. Und er hat nie erlebt, dass aus seiner Idee wirklich etwas geworden ist. Dass sie Menschen erreicht.“

„Ich habe mir damals geschworen, dass das, woran er ein halbes Leben lang geglaubt hat, nicht in einer Schublade liegen bleibt. Dass es zu den Menschen kommt, für die er es gemacht hat.“

Sie richtete sich wieder auf, sammelte sich, und als sie weitersprach, war ihre Stimme wieder die der Ärztin – klar, präzise, mit dieser ruhigen Sicherheit, die ich an ihr von der ersten Minute an bemerkt hatte.

„Aus seinem Prototyp ist das geworden, was Herr Berger heute trägt. Wir haben es weiterentwickelt, getestet, verbessert – aber das Prinzip ist seins. Die drei Zonen. Genau so, wie er sie gezeichnet hat.“

Ich fragte sie, ob Andreas ein Einzelfall sei. Ein glücklicher Zufall, der sich gut erzählt.

Sie schüttelte den Kopf.

„Nein. Wir haben inzwischen über 1.100 Menschen mit dieser Sohle begleitet – Menschen mit genau dieser Geschichte. Pflegekräfte, Handwerker, Verkäuferinnen, Leute, die den ganzen Tag auf den Beinen sind.“ Sie zählte ruhig auf, ohne Pathos, als läse sie aus einer Akte. „Etwa 88 Prozent berichten von einer spürbaren Sofort-Entlastung, wenn sie die Sohle das erste Mal tragen. Nach einigen Wochen geben 94 Prozent an, deutlich weniger Schmerzen zu haben. 96 Prozent würden sie weiterempfehlen. Und weniger als drei von hundert schicken sie zurück.“

„Das sind keine Wunderzahlen“, fügte sie hinzu. „Es gibt Fälle, bei denen es nicht reicht, bei denen mehr nötig ist. Das sage ich auch ehrlich. Aber für die allermeisten Menschen mit Plantarfasziitis ist es genau der Weg dazwischen, den mein Vater gesucht hat.“

Das Angebot

Bevor ich an diesem Nachmittag aufbrach, wollte ich noch wissen, wie Menschen überhaupt an diese Sohle kommen – und was sie kostet. Denn eines war mir bei aller Geschichte klar geworden: Wer zwei Jahre lang Einlagen, Spritzen und teure Schuhe bezahlt hat, der hat schon genug Geld in Füße gesteckt, die nicht besser wurden.

Dr. Gilbert erklärte mir, dass die stepz Entlastungssohlen direkt über den Shop des Unternehmens erhältlich sind – und dass es derzeit ein Paket gibt, das gerade für Menschen gedacht ist, die sie täglich im Beruf brauchen.

Das 3 Paar Paket – 55€ statt 135€ (Spare 70%), inklusive zwei Gratis-Geschenken im Wert von 60€.

Statt regulär 135€ gibt es das 3 Paar Paket aktuell für 55€ – eine Ersparnis von 70 Prozent. Dazu kommen zwei Geschenke, die man sonst extra zahlen würde: ein Paar Fersenpolster im Wert von 15€ und ein Fuß-Massage-Roller für 45€. Zusammen also über 140€ Ersparnis – und falls es im eigenen Fall nicht hilft, kann man die Sohlen innerhalb von 30 Tagen zurückschicken und bekommt sein Geld zurück.

„Niemand soll das Gefühl haben, ein Risiko einzugehen“, sagte Dr. Gilbert. „Wer zwei Jahre Schmerzen hatte, hat genug Risiko hinter sich.“

⚡ Das Vorteilspaket gibt es nur direkt über wearstepz.com – solange der Vorrat reicht

Andreas, der die ganze Zeit zugehört hatte, lehnte sich zurück und nickte langsam. „Hätte mir das vor zwei Jahren einer gesagt“, brummte er, „ich hätt’s nicht geglaubt. Aber ich steh ja jeden Tag in der Werkstatt. Das ist mein Beweis.“

Ich klappte mein Notizbuch noch nicht zu. Denn so klar das Angebot war – ein paar praktische Dinge wollte ich für meine Leser noch wissen. Wie genau man so eine Sohle eigentlich trägt. Ob sie in jeden Schuh passt. Und woran man erkennt, dass man das Original vor sich hat und nicht eine der billigen Kopien, die es inzwischen gibt.

„Eine Frage hatte ich noch“, sage ich. „Wie kompliziert ist das im Alltag? Muss man da viel beachten?“

Andreas zieht eine Augenbraue hoch, als hätte ich ihn nach der Bedienungsanleitung für einen Schraubenzieher gefragt.

„Kompliziert?“, sagt er trocken. „Sie nehmen die alte Einlage raus, legen die rein, fertig. Das ist die ganze Wissenschaft. Ich hab’s morgens vorm Kaffee gemacht, in zwei Schuhen, hat keine drei Minuten gedauert.“

Er sei skeptisch gewesen, gibt er zu – nach den 300-Euro-Maßeinlagen habe er erwartet, dass man sich erst wochenlang „eintragen“ müsse, bis irgendwann gar nichts mehr drückt. „War aber nicht so. Ich hab sie reingelegt und bin losgelaufen. Kein Reiben, kein komisches Gefühl. Als hätten die Schuhe schon immer so gehört.“

Das Praktische, sagt er, sei das Wandern von Schuh zu Schuh. Werkstattschuh, Sicherheitsstiefel mit Stahlkappe, die alten Sneaker für den Feierabend – überall passe dieselbe Sohle rein. „Ich hab mir einfach mehrere Paare zurechtgelegt. In den Arbeitsschuhen liegt eins fest drin, das wandert da nicht mehr raus. Und für privat hab ich ein zweites.“

Eine Sohle, viele Schuhe – vom Sicherheitsstiefel bis zum Sneaker. Reinlegen, fertig, kein Eingewöhnen.

Ich frage, wo man die Sohle denn überhaupt bekommt – ob er sie einfach beim großen Online-Händler bestellt habe. Da schaltet sich zum ersten Mal Dr. Gilbert wieder ein, ruhig, aber bestimmt.

„Das ist mir wichtig“, sagt sie. „Es gibt die Original-Sohle ausschließlich über unseren eigenen Shop, über wearstepz.com. Nicht bei Amazon, nicht bei eBay, nicht in der Drogerie.“ Sie erklärt es nüchtern: Man habe sich bewusst gegen die Marktplätze entschieden, weil dort billige Nachbauten auftauchten, die zwar ähnlich aussehen, aber den Drei-Zonen-Aufbau nicht haben – und genau der sei der ganze Punkt.

„Eine Sohle, die nur aussieht wie unsere, aber innen anders aufgebaut ist, polstert vielleicht – aber sie entlastet die Faszie nicht. Dann ist das Geld weg und der Mensch enttäuscht. Das wollen wir nicht.“

„Hab ich auch erst gedacht, die gibt’s bestimmt irgendwo billiger“, wirft Andreas ein. „Aber ehrlich – nach zwei Jahren und ein paar hundert Euro für Zeug, das nichts gebracht hat, hab ich keine Lust mehr auf Glücksspiel. Ich will das Original, das funktioniert hat.“

Das Original gibt es ausschließlich über wearstepz.com – nicht bei Amazon, eBay oder in der Drogerie.

„Ich bin Ärztin, keine Geschäftsfrau“

Ich spreche sie auf den Preis an. Für das, was diese Sohle bei Andreas bewirkt hat – eine abgesagte Operation, zwei Jahre Schmerz beendet – klingt das Paket fast zu günstig. Dr. Gilbert nickt, als hätte sie diese Frage erwartet.

„Ich bin Ärztin, keine Geschäftsfrau“, sagt sie. „Mir ist klar, dass man mit einer höheren Marge mehr verdienen würde. Aber das war nie der Sinn.“

Sie erklärt es ruhig. Ihr Vater, Prof. Hans Gilbert, habe die erste Entlastungssohle nicht entwickelt, um reich zu werden, sondern weil ihn ein einziger Gedanke umgetrieben habe: dass Menschen sich an Füßen operieren lassen, deren Schmerz man mit dem richtigen Aufbau hätte vermeiden können. „Er hat immer gesagt: Eine gute Sohle muss sich jeder leisten können, der morgens kaum auftreten kann. Sonst hilft sie nur denen, die es ohnehin schaffen.“

Deshalb, sagt sie, halte man den Preis im Paket bewusst niedrig – drei Paar für 55€ statt 135€, mit den beiden Geschenken obendrauf. Nicht als Marketing-Trick, sondern weil es der Linie ihres Vaters entspreche. „Wenn jemand wegen 30 oder 40 Euro lieber weiter leidet, dann habe ich als Ärztin etwas falsch gemacht.“

Das 3 Paar Paket – 55€ statt 135€ (Spare 70%), inklusive zwei Gratis-Geschenken im Wert von 60€.

30 Tage, ohne Risiko

Bleibt die Frage, die sich jeder stellt, der schon einmal Geld in etwas gesteckt hat, das nichts brachte: Was, wenn es bei mir nicht wirkt?

Auch darauf hat Dr. Gilbert eine klare Antwort. Jede Bestellung über wearstepz.com kommt mit einer 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Man bekommt die Sohlen nach Hause, trägt sie im echten Alltag – in der Werkstatt, im Büro, beim Spaziergang – und spürt über Wochen, ob sich etwas verändert.

„Wenn nach 30 Tagen kein Unterschied da ist, schreibt man uns und bekommt sein Geld zurück“, sagt sie. „Ohne dass man sich rechtfertigen muss. Das Risiko liegt bei uns, nicht beim Patienten.“ Genau das, fügt sie hinzu, sei der Grund, warum kaum jemand zurückschicke – die Rückgabequote liege unter drei Prozent.

„Ich hätte damals viel dafür gegeben, dass mir jemand so ein Angebot macht“, sagt Andreas leise. „Stattdessen hab ich 300 Euro für Einlagen bezahlt, die ich nicht zurückgeben konnte.“

Draußen war es längst Nachmittag geworden. Das Kamerateam begann, die Stative einzuklappen, der Kameramann löste leise die Schulterkamera. Andreas stand auf, streckte sich, und ich merkte erst jetzt, wie lange wir gesprochen hatten.

Auf der Rückfahrt im Zug ließ ich den Tag noch einmal an mir vorbeiziehen. Nicht die Zahlen blieben hängen, nicht die Prozente. Sondern zwei Bilder.

Das eine: ein Kfz-Meister, der zwei Jahre lang auf Beton kniete, einen OP-Termin in der Tasche hatte – und ihn abgesagt hat, weil ihm jemand erklärt hat, warum sein Fersensporn nie das Problem war.

Das andere: eine Ärztin, deren Stimme an einer einzigen Stelle des Gesprächs gewackelt hat. Als sie von ihrem Vater sprach, von dem Mann, der die erste Sohle in seiner Werkstatt baute und 2021 starb, machte sie eine kurze Pause, sah zum Fenster, und sprach dann ruhig weiter. Nichts daran war inszeniert. Es war einfach der Moment, in dem aus einem Produkt eine Geschichte wurde.

Ich bin als Reporterin gekommen, um zu verstehen, warum ein Mann seine Operation abgesagt hat. Gefahren bin ich mit mehr Fragen als Antworten – und dem Vorsatz, das Ganze in Ruhe zu prüfen, bevor ich es aufschreibe.

Zum Abschied vor der Praxis – ein Handwerker und seine Ärztin. Im Hintergrund packte das Team zusammen, die Geschichte war erzählt.

Häufige Fragen

Ist der Fersensporn nicht die eigentliche Ursache meiner Schmerzen?

„In den allermeisten Fällen nicht“, sagt Dr. Gilbert. Der Sporn sei nur eine Verknöcherung, die der Körper bildet – der Schmerz komme von der entzündeten Plantarfaszie an ihrem Ansatz an der Ferse. Dort entstehen nachts winzige Mikrorisse, die beim ersten Schritt am Morgen wieder aufreißen. „Man kann den Sporn wegoperieren und trotzdem weiter Schmerzen haben – weil die Faszie das Problem ist, nicht der Knochen.“

Wie lange dauert es, bis ich etwas spüre?

Viele Träger berichten von einer Sofort-Entlastung beim ersten Tragen, weil der Druck auf den Fersenansatz direkt sinkt. Die eigentliche Beruhigung der Faszie braucht länger: In der Begleitung von über 1.100 Menschen gaben 88% eine spürbare Sofort-Entlastung an, 94% berichteten nach einigen Wochen von deutlich weniger Schmerzen. Bei Andreas dauerte es einige Wochen, bis er wirklich schmerzfrei war.

In welche Schuhe passt die Sohle?

In praktisch jeden geschlossenen Schuh mit herausnehmbarer Einlage – Arbeitsschuhe, Sicherheitsstiefel, Sneaker, Lederschuhe. Man nimmt die vorhandene Einlage heraus und legt die stepz Sohle ein. Andreas trägt sie in seinen Werkstatt-Sicherheitsschuhen genauso wie in den Sneakern für den Feierabend.

Muss ich mich erst eingewöhnen?

Nein. Anders als bei vielen Maßeinlagen gibt es keine wochenlange „Eintragezeit“. Die meisten legen die Sohle ein und laufen direkt los. „Kein Reiben, kein komisches Gefühl“, beschreibt es Andreas. Sollte sich anfangs etwas ungewohnt anfühlen, reicht meist ein Tag normales Tragen.

Für wen ist die Sohle geeignet – auch für Diabetiker oder ältere Menschen?

Die Sohle ist für Erwachsene gedacht, die unter Fersenschmerz, Plantarfasziitis oder Morgenschmerz leiden – egal ob sie viel stehen, gehen oder älter sind. Gerade Senioren profitieren oft von der Entlastung. Diabetiker und Menschen mit ernsten Vorerkrankungen sollten vor neuen Einlagen kurz mit ihrem behandelnden Arzt sprechen, betont Dr. Gilbert – das gehöre zur ärztlichen Sorgfalt.

Aus welchem Material besteht die Sohle und wie pflege ich sie?

Die Sohle vereint drei Zonen: eine tiefe Fersenschale mit Gewölbestütze, biomechanische Massage-Noppen und eine Memoryfoam-Wabenstruktur. Zur Pflege genügt es, sie bei Bedarf herauszunehmen, mit lauwarmem Wasser und etwas Seife abzuwischen und an der Luft trocknen zu lassen – nicht in die Waschmaschine.

Wie schnell wird geliefert?

Bestellungen laufen ausschließlich über wearstepz.com und werden nach Eingang versendet. In der Regel ist das Paket innerhalb weniger Werktage da. Da man die Sohle einfach in vorhandene Schuhe einlegt, kann man sofort nach Erhalt starten.

Was ist mit der Garantie und der Rückgabe?

Jede Bestellung kommt mit 30 Tagen Geld-zurück-Garantie. Man trägt die Sohlen im Alltag und entscheidet selbst, ob sie helfen. Tun sie es nicht, schreibt man dem Shop und bekommt sein Geld zurück – ohne Rechtfertigung. Die Rückgabequote liegt unter drei Prozent, 96% würden die Sohle weiterempfehlen.

Woran erkenne ich das Original?

Das Original gibt es nur über wearstepz.com – nicht bei Amazon, eBay oder in der Drogerie. Nur dort ist der echte Drei-Zonen-Aufbau garantiert, der die Faszie wirklich entlastet. Nachbauten sehen ähnlich aus, polstern aber nur, statt zu entlasten. „Wer auf Nummer sicher gehen will, bestellt direkt bei uns“, sagt Dr. Gilbert.

Was Betroffene berichten

Andreas ist kein Einzelfall. Nach dem Gespräch habe ich mir angeschaut, was andere Menschen schreiben, die dieselbe stepz Entlastungssohle im Alltag tragen – viele davon über 50, viele mit einer ähnlichen Vorgeschichte aus Einlagen, Spritzen und der Frage nach einer Operation.

Rückmeldungen von Menschen, die die stepz Entlastungssohlen im Alltag tragen.

„Mein Orthopäde hatte mir schon zur OP geraten. Ich wollte es vorher noch mit den Sohlen versuchen – nach gut sechs Wochen war der Morgenschmerz deutlich besser. Den OP-Termin habe ich erstmal verschoben. Ganz weg ist es nicht, aber ich komme klar.“– Renate K., 63
„Ich stehe als Verkäufer den ganzen Tag. Jeder erste Schritt morgens war die Hölle. Drei Paar Einlagen vorher gekauft, nichts half. Diese hier sind nicht billig, aber abends brennt die Ferse nicht mehr so. Hätte ich das früher gewusst.“– Hartmut B., 58
„Bei mir hat es ein paar Wochen gedauert, und am Anfang dachte ich, das bringt auch nichts. Inzwischen gehe ich wieder spazieren, ohne nach zehn Minuten umzudrehen. Kein Wunder, aber ein echter Unterschied.“– Christa M., 67
„Ich war skeptisch, weil ich schon so viel ausprobiert hatte. Aber 30 Tage Geld zurück – da konnte ich nichts verlieren. Mittlerweile trage ich sie meistens. Die OP, zu der man mir geraten hat, ist erstmal vom Tisch.“– Wolfgang R., 61

Was bei Andreas Berger – und bei über 1.100 anderen Menschen mit derselben Geschichte – funktioniert hat, können Sie 30 Tage lang ohne jedes Risiko selbst prüfen. Hilft es Ihnen nicht, schicken Sie die Sohlen zurück und bekommen Ihr Geld zurück.

Kommentare

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Renate Vogt

Mein Mann ist auch so einer der sich durchbeißt. Zwei Jahre hat er nichts gesagt, bis er morgens kaum noch aus dem Bett kam. Wenn ich diesen Andreas hier so lese, ist das wie ein Spiegel. Danke für so einen ehrlichen Bericht, das tut gut zu lesen dass man nicht allein ist.

Gefällt mir · Antworten · 31 · 2 Tage

Reinhard Köhler

Ich habe genau dieselbe Kette hinter mir wie Herr Berger. Gel-Einlagen, dann die teure Maßeinlage für über 300 Euro, am Ende die Cortison-Spritze. Nichts hat geholfen. Jetzt habe ich die Sohlen von stepz seit drei Wochen und der Morgenschmerz ist deutlich weniger. Wollte das hier mal sagen, weil ich es kaum glauben kann.

Gefällt mir · Antworten · 12 · 3 Tage

stepz

Lieber Reinhard, das hören wir wirklich oft – erst der ganze teure Umweg, dann die Entlastung. Genau dafür ist die Sohle gemacht. Schön, dass es bei Ihnen schon nach drei Wochen spürbar besser wird. Bleiben Sie dran, gerade die ersten Wochen sind entscheidend. Herzliche Grüße, Ihr stepz-Team

Gefällt mir · Antworten · 18 · 3 Tage

Christa Lindner

Frage an das Team: ich stehe als Verkäuferin auch den ganzen Tag, allerdings auf Fliesen. Funktioniert die Sohle auch in normalen Halbschuhen oder nur in Arbeitsschuhen? Und gilt das Angebot mit den drei Paar für 55 Euro noch?

Gefällt mir · Antworten · 6 · 2 Tage

stepz

Liebe Christa, ja, die Sohle passt in die allermeisten geschlossenen Schuhe, auch in normale Halbschuhe – einfach die vorhandene Einlage raus und stepz rein. Und ja, das Angebot läuft noch: 3 Paar für 55 statt 135 Euro, dazu Fersenpolster und Massage-Roller gratis und 30 Tage Geld-zurück. Hier entlang: https://wearstepz.com/products/plantarfasciitis-sohlen-v1 – Ihr stepz-Team

Gefällt mir · Antworten · 9 · 2 Tage

Brigitte Hamann

Was mich an dem Bericht so berührt hat, war der Moment mit dem OP-Termin. Ich kenne dieses Gefühl, wenn der Arzt operieren will und man nachts wach liegt und Angst hat. Dass Frau Dr. Gilbert ihm das erspart hat, finde ich wunderbar. So Ärzte braucht es mehr.

Gefällt mir · Antworten · 27 · 4 Tage

Manfred Seidel

hab den ganzen artikel zweimal gelesen. die geschichte mit ihrem vater am ende, das hat mich richtig getroffen. dass sie da kurz ins stocken kam beim reden, das war so echt. man merkt dass da herzblut drinsteckt und nicht nur ein geschäft. respekt vor dieser frau

Gefällt mir · Antworten · 14 · 5 Tage

Ursula Weber

ich bin 71 und hatte den fersensporn jahrelang. immer hieß es der sporn muss weg. dass das gar nicht die ursache ist sondern die entzündete faszie, das hat mir noch nie jemand so erklärt. jetzt verstehe ich endlich warum die ganzen einlagen nichts gebracht haben. danke für diese aufklärung

Gefällt mir · Antworten · 19 · 4 Tage

Klaus Wegner

Als alter Handwerker zieh ich vor Herrn Berger den Hut. Man redet nicht gern über Schmerzen in unserem Beruf, man funktioniert einfach. Dass er sich vor die Kamera stellt und das offen erzählt, kostet Überwindung. Gut gemacht, Kollege. Und gut dass du um die OP herumgekommen bist.

Gefällt mir · Antworten · 44 · 6 Tage

Annemarie Huber

Mei, des is ja a schöne Gschicht. I hob a so lang umananderprobiert mit alle möglichen Einlagen und nix hot gholfn. Der Andreas redt mir aus der Seele. Und dö Frau Doktor mit ihrm Vater, des is wirklich rührend. Sowas liest ma heit selten.

Gefällt mir · Antworten · 23 · 5 Tage

Bernd Faltermeier

Ich war kurz davor, mich auch operieren zu lassen. Termin stand schon, OP wegen Fersensporn. Dieser Bericht kam für mich im genau richtigen Moment, weil ich jetzt erst mal die Sohle probiere bevor ich mich unters Messer lege. Wenn es bei Herrn Berger funktioniert hat, gebe ich dem eine Chance.

Gefällt mir · Antworten · 16 · 1 Woche

Helga Brunner

Es geht ja nicht nur um die Füße. Wenn man morgens vor Schmerz kaum auftreten kann, dann zieht das die ganze Stimmung runter, man wird mürrisch und zieht sich zurück. Ich habe das bei mir selbst gemerkt. Dass es eine Lösung gibt die ohne OP auskommt, gibt mir wirklich Hoffnung.

Gefällt mir · Antworten · 13 · Gestern

Sepp Bauer

De drei Zonen, des hot mi überzeugt. Ned bloss a weichs Polster, sondern Druck runter, des Gwölb stabil und dö Durchblutung – alle drei auf amoi. Des macht Sinn. I hob lang glaubt a dickere Einlag langt, owa des war wohl der Fehler. Sauber erklärt vo der Frau Doktor.

Gefällt mir · Antworten · 11 · 6 Tage

Gisela Roth

Mich hat besonders gefreut zu lesen, dass es ein Prototyp von ihrem Vater war. Da steckt eine ganze Lebensgeschichte hinter so einer kleinen Sohle. Dass die Tochter das jetzt weiterführt und damit über 1.100 Menschen geholfen hat, ist eine schöne Art ihn in Ehren zu halten. Das hat mich gerührt.

Gefällt mir · Antworten · 38 · 1 Woche

Karin Sommer

Habe gerade bestellt nach dem Lesen. Drei Paar für 55 Euro mit dem Roller und dem Polster dazu, und wenn es nichts bringt 30 Tage Geld zurück – da kann man eigentlich nichts falsch machen. Falls jemand sucht, der Link ist https://wearstepz.com/products/plantarfasciitis-sohlen-v1 . Ich bin gespannt und melde mich in ein paar Wochen wieder.

Gefällt mir · Antworten · 5 · 3 Std.

stepz

Liebe Karin, ganz herzlichen Dank für Ihre Bestellung und für das Vertrauen. Sie haben es genau richtig zusammengefasst – mit den 30 Tagen Geld-zurück gehen Sie kein Risiko ein. Geben Sie der Sohle die ersten Wochen Zeit, dann spürt man den Unterschied meist am deutlichsten. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung. Ihr stepz-Team

Gefällt mir · Antworten · 7 · 2 Std.